Hallo zusammen: Es ist inzwischen der 18. Januar 2016 und ich blicke auf mein verrücktes Reisehalberjahr von Juli- Dezember 2015 dankbar zurück. Es sind nicht weniger als 50`000 km die ich letztes Jahr zusammengezählt gereist bin. Gott gehört die Ehre: Für alle Bewahrung, das ich nie auch nur an annähernd krank wurde!!
Ich habe mich entschieden, das ich euch ein Geheimnis nun lüfte. Ich werde alsbald euch noch eine der „genialsten“ Geschichten erzählen, welche ich „in Angola“ während meiner verschwiegenen Tage 31-39- als ich mich „in die Ruhe“ zurückzog, erlebt habe. DENN: Ich hatte bereits Angola verlassen (müssen) weil mein Visum abgelaufen ist. Was ich in den darauffolgenden Tage erlebt habe, erzähle ich euch in Kürze. Komm einfach wiedermal vorbei…- zu einem Blick nach Dubai =D

Tage 31-39_

Tag 30: Hallo Ladys and Gentlemans,
Ich bin wieder online 😀 …
… und werde nun etwas intensiv(er) daran arbeiten, das hier wieder etwas mehr Leben auf die Seite (Blog) kommt.
Aktuell habe ich mich etwas zurückgezogen damit ich (mehr) Zeit zum Lesen und Schreiben, Studieren und Meditieren habe. Für den Fall das du`s noch nicht entdeckt hast: Es gibt in diesem Blog eine Seite namens „Spiritualität“. Da werde ich sobald einige Dinge ergänzen. Des weitern auch unter der Rubrick „Autobiographie (Da bin ich ein wenig am Biographie schreiben). Weil dieser Bereich nun immer persönlicher wird… und wir uns ja im WorldWideWeb befinden, werde ich diesen zukünftig unter Passwortschutz stellen. Dieses lautet dann: Jahrgang dieses Jahres (vier Zahlen), sowie Postleitzahl meines Wohnortes, einfach fortlaufend angehängt. Das ergibt dann eine achtstellige zahl-ok!?! HINWEIS: Ich werde für Nachrichten via Email, Anrufe und SMS erst wieder ab September erreichbar sein. Dann nämlich werde ich planmässig wieder zurück in der Schweiz sein (so Gott will und ich lebe). Danke für euer Verstäntniss.
Tax 29(-37): BREAK! Hey Friends, sorry die lange Sendepause. Das ist sehr ärgerlich (für mich) dass ich nicht eine anständige Internetverbindung bekomme zur Zeit.
Diese paar wenigen Zeilen kosten mich soeben 10 CHF!! Weil ich dazu mein CH-Netz in anspruch nehmen muss(will), damit ihr seht das ich also noch am Leben – JA VOLL DRINN`- bin 😀
Es geht mir also gut (untertrieben)!!!!

Wo ich grad bin:… ist ein Geheimnis. Ich habe mich in die „Einsamkeit“ zurückgezogen und geniesse da viel Zeit und Ruhe ohne irgendwelche Pläne. Zeit zum lesen, blogen, uvm.

Tag 28_

 

Tag 27_

 

Tag 26_

 

Tag 25_

 

Tag 24_Ich mache mir einen gemütlichen Tag in Lo*bito. Gemütlich bedeutet für mich: ausgeschlafen sein, keine Verpflichtungen zu haben (hinsichtlich Haushalt, Einkaufen, Kochen, Telefonate oder Mails die zu erledigen wären, usw). Also, aufstehen muss ich doch zu gewisser Zeit, zumal ich das Frühstück in meiner neuen Unterkunft, genannt „Nancys Guesthous“, nicht verpassen möchte.
Als dann, mache ich mich auf und gehe zu Strand mit dem Ziel da was Zeit zu finden um zu lesen und Tagebuch zu schreiben…
Als ich zum Strand komme, staune ich nicht schlecht. Es kommt mir eine Art „Kinderfeststimmung“-Atmosphäre auf- überall Teenager… und es werten von Stunde zu Stunde mehr!!
Dann wird mir bewusst, dass es genau das ist wonach es ausschaut: Ferienstart (letzter Schultag). Tage zuvor habe ich vereinzelt Menschen am Strand gesehen; jetzt ist er wortwörtlich bevölkert 🙂
Man merkt den Teenies richtig an, wie sehr sie sich freuen. Sie spielen Fussball, albern herum, trinken Limonade und nicht wenige gehen schwimmen, was ich bisher noch kaum gesehen habe seit ich in die letzten dreieinhalb Wochen in Angola bin; denn es ist ja die kältest Jahreszeit und da geht „man“ (normalerweise) nicht schwimmen. Die Jungs jedoch- die tun es trotzdem =D (Lufttemperatur ist geschätze 21 Grad.

Created with Nokia Smart Cam

Created with Nokia Smart Cam

Dann kommt ein nette jung Frau auf mich zu, wärend dem ich auf einer Bank sitze, und spricht mich an. Sie wird sogleich ein wenig verlegen als ich ihr erklärte das ich sie nicht verstehen da ich kein Portugisisch spreche. Also frage ich sie umgehend: „Do you speak English?“ Das tat sie aber nicht und ging etwas enttäust weiter- offensichtlich häte sie sich gerne mit mir unterhalten (?)…

Es dauerte gerade mal  einen langen Augenblick, als einige Teenies auf mich zukamen und mit mir ein Foto machen wollten. Ich war sehr überrasch „wie es um mich herum geschah“… und poste liebendgern für ein Foto mit dem einen Jungen der sich mit mir ablichten wolte…

Schüler in Ben*guela der ein Foto mit mir haben wollte

Schüler in Ben*guela der ein Foto mit mir haben wollte

Nach ca. 10 Minuten kam sie zurück und stelle mir eins zwei Frage (welche sie ganz bestimmt gut vorbereitet hatte…). Das war richtig gut! So kam es, dass wir eine Konversation starteten die völlig erstaunlich mehr als eine Stunde dauerte.
Ich hatte ja Internetzugang (www.pons.de), des weitern die seit eh und jeh bewährten Hilfmittel von „Hände und Füsse“, einen Touristenführer (mit Standartfrage in Englisch <-> Portugisisch und nicht zu letzt ein altes Übersetzergerät (Taschrechnerähnliches Teil) welches zauberhaft im nu Worte in den gängisten europäischen Sprachen umwandelte 😉

Das ist Nus*hka, die kommunikationsfreudige junge Frau 🙂

Zugegeben, ich fühlte mich durch die Aufmerksamkeit dieser jungen Frau schon etwas geschmeichelt. Und so hatte ich grosse Freude an dieser, sagen wir nicht ganz altäglichen Art von Begegnungen… als dann ich aber den inneren Wunsch bekam, dann auch wiedermal sich zu verabschieden :-/
„Hmm…“ fragte ich mich „…wie wird man ein junges Mädchen los ohne unfreundlich zu sein und sie nicht spühren zu lassen <<mir reicht es jetzt – ich gehe>>?“
Ich tue das in dem Fall was ich meistens tue. Ich fragte sie nach ihrem weitern Vorhaben…“Nichts!“ … ok. Zweiter Versuch: wo sie denn wohnen würde („Himmelsrichtung“) um dann hoffentlich sachte sagen zu können „Ah, ok, ich muss in die andere Richtung…“ doch auch das funtionierte irgenwie nicht so richtig. Also entschied ich mich no ein wenig länger „auszuharren“… und so redeten und gestikulierten wir noch eine Weile…als wir plötzlich beim Thema Kirche landeten. Ich fragte sie alsdann wo denn ihre Kirche sei- ich wolle sowieso planmässig am folgenden (Sonn)Tag eine besuchen…
Nach weiteren Gesprächsminuten und Abmachungen waren wir so verblieben, dass sie mich abholen komme… („Ist doch eigentlich ganz nett…“ dachte ich und hoffte insgeheim das…)

Tag 23_

Tagebucheintrag

Tagebucheintrag

Es ist 9:15. Ich stehe vor dem Bahnhof von Ben*guela. J&Lil reisen in einer Stunde ab; zurück nach Luanda. Wenn alles klapt, kann ich morgen mit einer Schweizer Co-Pilotion zurückfliegen (Ben*guela -> Luan*da) und lege somit die selbe Strecke wia am Tag 21 in nur 55 min. zurück (anstatt 7,5 Std.). Dann nämlich, wollen wir alle zusammen mit Vivi und A. in das nördlich gelegene N*zeto fahren. Was wir da machen werden? Rate, rate? Genau! Da sind wir „nach Langem“ 😉 wiedermal zu einem Fest eingeladen…
Aber jetzt ist noch immer Tag 23. Ok. Ich stehe also hier. J & Lil sind auf dem Nachhauseweg. Just in time (gibt`s also auch in Angola *smile*), kommt sogleich „Cou*sto“ um die Ecke gefahren. „Cou*sto“ ist Mitarbeiter von JAM. Dieser fährt mit mir ca. 120 km in Richtung Huambo- nach Caimbambo. Da sehen wir uns die Schule an, welche ich seit einigen Jahren mit einer Schulpatenschaft(-anteil) unterstütze.
So, unterwegs kann ich einfach  nur staunen! Die Landschaft ist nochmals so viel anders als das was ich bis jetzt gesehen habe!!! Einfach schön!!! Sand. Bäume. Felsen und Felsbrocken. Ausgetrocknete Bachbete. Sträucher. So weit das Auge sehen kann….
WP_20150813_14_09_49_Pro  WP_20150813_10_37_29_Pro WP_20150813_10_37_34_Pro WP_20150813_10_43_26_ProUnterwegs gibts immer wieder mal eine Verkehrs-Polizeikontrolle. Mir scheint als ob dies die einzige Einnahmequelle der Polizei ist- so viele Kontrollen wie es da gibt. Wie auch immer…
Also, wir unterwegs in unserem klimatisierten 4×4, Aussentemperatur so ca 25 Grad Celsius, winkt uns ein Polizist freundlich zur Seite. Wir verlangsamen. Doch als wir uns dem Polizisten näherten und er nun gut sichtbar unser Auto sieht (Nummernschild), winkt dieser uns ganz freundich mit einem Lächeln im Gesicht weiter und wünscht uns, seiner Mimik zu entnehmen, eine gute Weiterfahrt!
An der Stelle schiessen jedwelche Gedanken durch den Kopf. „Hat das etwas mit Bestechung zu tun? Oder kommt hinter uns sogleich ein Auto nach welchem er explizit ausschau hält? Oder könnte es sein das er sich doch lieber in den Schatten setzen möchte? Oder …“
Also lange kann ich mich nicht mit den vielen Fragen beschäftigen, den „Cou*sto“ erklärt mit sogleich, dass dies etwas mit seiem Nummernschild zu tun hat. Er hätte ein grünes, welches Diplomaten als auch Fahrzeuge von Hilfsorganisationen hätte und diese schlicht nicht kontrolliert würden.
Hab ich mirs also gleich gedacht- doch „Korupt“ (eh, oder wie war das nochmal??)
blalbalbalba….

Wir kommen nun also in der Schule von Caim*bamo an- eine;  von mehr als 60 in dieser Region (soweit ich mich erinnern kann). Doch diese Eine die ist etwas spezieller. Sie ist „gross“- relativ. Denn eigentlich besteht sie nur gerade aus 4 Schulzimmern 😉
ABER: „In“ dieser Schule, erhalten extakt 1499 Kinder Schuluntericht. Jetzt denkst du vielleicht: „Die Schule muss gewalltig grosse Ausmasse haben…(!!?!??)

Das ist so. Eigentlich findet hier die Schule draussen statt-grundsätzlich. Wenn dann also die Regenzeit anfängt- so fällt der Schulunterricht aus =D (Wenn es sowas bei uns gäbe *hihi* dann hätte wären so einige Kinder happy- deren Eltern eher weniger ;).
Ok.- konzentration bitte!

Nochmals: 1499 Kinder – 51 LehrerInnen – und alle werden täglich mit einer Mahlzeit versorgt! Wie das aussieht? Schaut selbst:

In diesem Sack steckt eine ganue Menge: Mineralien, Vitaminen und vieles mehr... In dieser Form werden monatlich 4 Lastwagenladungen ind ca 65 Schulen in der Region verteilt. Kommt die Regenzeit, werden die Strassen zu den Schulen teils unpassierbar. Was das für die Schulen und somit für die Kinder zur Bedeutung hat, dass sie in der Schule nichts zu Essen bekommen. Bekommen sie nichts zu essen, werden die meisten nicht zur Schule gehen können und werden mit den Eltern auf dem Felde arbeiten- weil es da auf sicher etwas zu essen gib"t

In diesem Sack steckt eine ganze Menge: Mineralien, Proteine, Salze und vieles mehr… In dieser Form werden monatlich 4 Lastwagenladungen in die ca 65 Schulen der Region verteilt. Kommt die Regenzeit, werden die Strassen zu den Schulen teils unpassierbar. Was zur Folge hat, dass die Kids in der Schule nichts zu Essen bekommen. Dies hat wiederum Folgen. Denn bekommen sie nichts zu essen, werden die meisten nicht zur Schule gehen können und darum mit den Eltern auf dem Felde arbeiten- weil es da auf sicher etwas zu essen gib.

 

Geschirr, Besteck, das Essen und eine menge freiwillge Helfer (meist Mütter einzelner Kinder)

Geschirr, Besteck, das Essen und eine menge freiwillge Helfer (meist Mütter einzelner Kinder)

Hey Freunde, das ist kein Scherz!! Für nicht wenige dieser Kinder ist das (fast) die einzige Mahlzeit die sie am Tag bekommen.
Und das ist so: Da die Eltern beide Arbeiten müssen um die Familie zu ernähren, nehmen diese ihre Kinder mit zur Arbeit- auf`s Feld. Dies aus zwei Gründen. Erstens können sie die Kinder nicht alleine Zuhause lassen (das macht man teils schon [in Afrika]- selbst kleine Kinder) und zweitens auch aus dem Grund, weil diese sonst nichts zu Essen hätten!! Krass oder!??
Deshalb ermöglicht nun JAM mittels dieses Ernährungsprogramms, dass die Eltern von ihrer Aufsichts- und Ernährungspflicht, zumindest für etliche Stunden am Tag entlastet werden. UND, die Kinder erhalten Schulbildung (die vom Staat bezahlt wird)! Genial-oder!!? Dies wiederum steiger die Chancen eines jeden Kindes, eines Tages eine Ausbildung machen zu können, usw. Wer die Schule hier absolviert (1-6 Kl.), kann mit einem Schullbus zu einer etwa 5km entfernte „High School“ gehen…

 

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Nach dem alle satt geworden sind, bleibt noch, die Küchenutensilien für den nächsten Tag vor zu bereiten- man könnte das auch einfacher, Abwaschen, nennen 🙂

Die Frauen die sich um die Zubereitung der Mahlzeiten kümmern tun dies ohne entgeld. Sie erhalten jedoch eine wahreme Mahlzeit 🙂
Diese fleissigen HelferInnen sind in Teams aufgeteilt, die täglich wechseln. Somit können alle mithelfen die wollen- oft Mütter von Kindern die da zur Schule gehen.

Am Nachmittag findet dann vorallem in den Schulräumen Erwachsenenbildung statt.

Des Weitern hat JAM hier vor mehreren Jahren einer Brunnen bohren lassen- einer von vielen in Angla. Diese Brunnenbohr-Teams kommen aus (diesem Grund von) Südafrika, weil diese qualitativ und quantitativ bessere Leitungen bringen.] Eine Solche Bohrung inkl. Sicherung des Bohrlochs, Montage der Wasserpmpe sowei Schulung der Anwohner, kosstet rund 12000 Euro. Wenn jemand sinnvoll in ein Projekt investieren möchte (ohne dabei eine direkte Gegenleistung erhalten zu wollen, dann ist dies sicher gut und danbar investiertes Geld an solchen Orten…)

Das Schulhaus

Das Schulhaus

 

Die Schule von aussen

Die Schzule von aussen

Ein "modernes Schulzimmer" in Caim*bambo

Ein „modernes Schulzimmer“ in Caim*bambo

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 22_Heute sind wir unterwegs mit den öffentlichen, blau-weissen Bus-Taxis, nach Lo*bito, wo wir uns Zulu ansehen wollen, den Strand und noch einen Markt hinter der Bahnlinie.

Palme(nstrand) und Sonne

Palme(nstrand) und Sonne

 

Das Strandrestaurant Zu*lu in Lo*ito

Das Strandrestaurant Zu*lu in Lo*bito

 

Markt hinter der Bahnlinie (nähe Friedhof) in Libuti

Markt hinter der Bahnlinie (nähe Friedhof) in Libuti

Tag 21_J&Lil und ich fahren mit einem Luxusbus (von „Macon“) von Lua*da nach Ben*guela

1. Kl.-Bus wie ich noch nie zuvor (in der CH) einen gesehen habe!!

1. Kl.-Bus wie ich noch nie zuvor (in der CH) einen gesehen habe!!

Tag 20_

 

Tag 19_

 

Tag 18_ …. Ich möchte noch was bloggen nach dem ich noch einen Doku im Web mir angeschaut habe. Doch ich bin zu müde. Ich höre mir noch meine Lieblings-Playlist an auf meinem Handy während dessen ich dann einschlafe um ca 2 Uhr.
9:55 Uhr_ Es ist Sonntag (in Angola für viele ein normaler Arbeits-Tag) Ich stehe auf, gehe duschen, bügle mein Hemd das ich gestern gewaschen habe und ziehe mit „sonntäglich“ an- standart.

Die zu Verlobende

Die zu Verlobende

Tag 17_ Ich stehe bei Zeiten auf – 9:55 Uhr (was so dem Durchschnitt der vergangenen zwei Wochen entspricht). Am Abend sind wir an einer Verlobungsfeier eingeladen (Vivi & A, J & Lil und ich). Als wir nach dieser kurz nach Hause gehen…, bleibe ich dann um ca. 22 Uhr auch Zuhause, wobei ich sturmfrei geniessen kann da die Kinder bei ihren Grosseltern sind. Die anderen machen sich bereit zur nächsten Eiladung- eine Art Einweihung eines neuen Eventgebäudes (deren Inhaberin eine „nähere Verwandte-Bekannte“ von Vivi) ist. Ich bin müde zumal die vorherige Nacht eher etwas kurz war… So bleibe ich dann auch Zuhause und gehe zu angenehmer Zeit schlafen…

Tag 16_… es ist ca. 1 Uhr Nachts. Ich bin im Wohnzimmer am bloggen und lesen. Vivi kommt nach Hause. A ist nochmals aufgestanden, gesellt sich zu mir und Vivi (welcher noch Z-Nacht isst)… Plötzlich realisiere ich, dass ja ein Geburtsagskind neben mir sitzt! Ich stehe auf, küsse A herzlich und wünsche ihr alles Gute zum Geburtstag- Gottes Segen: Freude, Friede, Dankbarkeit, Weisheit und Geduld in der Erziehung und alles was sie sonst noch benötigt)
Ich stehe bezeiten auf. Ich stelle drei Pfannen voll Wasser auf den Gasherd- ich will heute eine „richtige Wächsche“ machen- halt so wie in der Schweiz. Unterwäsche und dergleichen bei geschätzten 60 C waschen. Für zwei Wäschen benötige ich ca 1 3/4tel Std. Dazu benutze ich eine Gallenseife die ich irgendwo finde- wie zu Grossmutters Zeiten! Super, das passt mir! Unterdessen sind die zwei Buben aufgestanden.
Vivi instruiert uns, dass wir heute abend um 18:30 Uhr im Miami Beach-Restaurant auf Ilia („Ausgehmeile“ von Luand auf einer Halbinsel) sein sollen. J & Lil und A. gehen weg- haben Pläne. So auch die anderen. Ich bin mit Dona R. Zuhause

 

Tag 15_Yeah-Pyjamatag! Heute geniesse ich einen wunderbar-ruhigen Tag; . Da gehe ich nicht raus aus dem Haus und ziehe mir nur gerade die Trainerhosen über mein Pyjama. Seit gestern Abend haben ich und A. ein eigenes Zimmer (jenes in welchem M & L zuvor waren). Igentlich ist das das Kinderzimmer von T & A. Ich kann jetzt eine Tür schliessen und mich somit abgrenzen gegen „Durchgangsverkehr im Wohnzimmer“ 😉 Juppie 😀
Ich Lese, schreibe, ruhe, meditier…

Tag 14_Heute ist ein etwas trauriger Tag. L & M fliegen heute zurück nach London (L) und Basel (M). Die folgetage werden bestimmt sehr viel ruhiger erden- Ja, wer sollte nach mir fragen um aus zu gehen wenn die „Schönheiten“ nicht mehr da sind. Zudem waren es ja ihre Cousins und Cousinen und Bekannte die uns grosszügig eingeladen hatten. Ich begleite mit A. die zwei zum Flughafen. Da Trinken und essen wir noch etwas und plaudern über das Erlebte und die kommende Zeit die vor uns liegt (jeder seines Weges).
L & M wurden für mich ein kleinwenig zum Schwestern-Ersatz (Susanne- ich vermisse dich!). Es war eine sehr schöne und nicht selten auch aufregende Zeit.

Zuhause blieb ich noch lange wach. Erst um ca. 1:30 Uhr kam Viktor von einem Meeting und einer zuvorigen Beerdigung nach Hause. Wir unterhielten uns noch fast 50 Minuten angeregt und gewinnbringend über die Firma, die Wirschaftliche Lage und V.`s Zukunftsabsichten…

Tag 13_“Allgemeiner Krankheitstag“_Heute scheinen fast alle Krank zu sein. Zumindest Lil., J. M. sind ziemlich am kränkeln (Schwäche, Fieber, teils Durchfall). Ich nutze den Tag als Chance um einiges am Blog zu schreiben, zu lesen und die „PatientInnnen“ mit Tee und Säften zu bedienen. Es liegt etwas Bedrückung in der Luft.

Tag 12_Wir kommen so gegen 6:00 Uhr nach Hause, nachdem wir auf dem Heimweg noch einen Hamburger-Stop eingelegt haben. Wir legen uns alsbald schlafen.
Ich erwache um ca 10:30 Uhr als A. auf dem Flur sehe. Sie sagt mir, sie würde demnächst zur Gemeinde gehen mit den Kids. Ich bin erstaunt wie fit das ich mich fühle. So entscheide ich mich mit zu fahren. Nach einer kurzen Dusche bin ich dann auch bereit. Wir kommen ca. 10 min. verspätet als wir schon von weitem den Worhip hören. Der Gottesdienst findet in einer Art Sportarena statt. Ich schätze es wahren ca.650 Personen anwesend. Der Gesang berührt mein Herz obgleich ich die Worte nicht verstehe- dafür aber den Spirit wahrnehme!! Sehr eindrücklich! Der Gottesdienst geht vorbei wie im Flug. Es war als hätte der GD erst angefangen. Doch es ist kurz vor 13 Uhr!

Wieder Zuhause erwartet mich Vivi. Er sagt, wir müssten uns beeilen. Wir wären zu einem Mittagessen bei reichen Freunden eingeladen. Es wären schn alle dort und würden warten mit dem Essen bis wir hier sind!!

Ich zermalme noch schnell die MDMA-Pillen und werfe sie in den Müll (Nachforschungen im Web haben ergeben, das er Reinheitsgrad des MDMA-Wert relativ hoch sei) …

Rund 40 Minuten später sind wir dann von der Küste mit einem Boot auf eine Landzunge rübergebracht worden. Das war eindrücklich- die Bootsfahrt. Aber was uns auf der anderen Seite des Ufers erwartete: Das war noch viel eindrücklicher!Eine wunderschöne „Insel“ (eben eigenlich eine Landzunge) mit schönen Palmen, Sandstrand und- einer leinen Wochenend-Residenz der Superklasse!! Alles top modern, gross, schön! Das Essen war dem entprechen auch delikat! Extrem! Da gab es Pommes (nun ja, nicht das…), Chrappen, Rohfleisch, und andere Leckerbissen. Dazu anfänglich ein Bier, dann einen guten Tropfen Wein- und einen „Zweiten“ :-).
Dann gabe es Nachtisch. Und dazu- eine Zigarre! Nun ja, sie wurde mir erst mal nur angeboten worauf ich dankend ablehnte. Doch irgendwie hatte dieses Angebot einen speziellen Reiz auf mich. Also lies ich mich überreden, wenn es auch das erste Mal war, dem Genuss einer echten Kubanischen Zigarre auf den Geschmack zu kommen. Ich rauche ja eigentlich nicht- bin absolut dagegen (höchsten einen Shisha „paffen“). Doch ich wusste ja auch, dass man eine Zigarre nicht in dem Sinne rauchen würde wie normale Zigis- sondern eben nur „paffen“. Ich lies mir alles erklären: woher die Zigarre kommt (Kuba) und diese die Königin der Zigarren sei!! Weltbeste Qualität versteht sich:-D
Dann wie das mit dem Anscheiden und Anzünden funktioniert. Dazu musste ich echt neu lernen (das hatte ich eigentlich mal gekonnt als PreTeenager) zu paffen; also den Rauch nur im Mund zu halten und nicht in die Lunge herunter zu ziehen. Das hat dann eine Weile gedauert bis das dann auch geklapt hatte. Des weitern wurde ich aufgeklärt, dass man dazu einen guten Whisky trinke! Gesagt- getan. Ich hielt den edlen Whisky (ein 12-jähriger_entpricht dem Minimumstandart under in dieser Gesellschaft) in meiner linken Hand, in der rechten die Zigarre. Nun erklärte man mir, das wenn man die Zigarre mit etwas Whisky benetzen würde, das dem übelichen Stil entpräche. Des weitern würde man den Rauch durch den Mund ins Whiskyglas gelangen lassen um dann sogleich einen Schluck davon zu nehmen…
Leute, das war ja komisch! Aber wie dem auch sei, irgenwie kam ich ein wenig auf den Geschmack *smile*

Dann gingen wir noch baden. Die Leute haben uns alle etwas komisch angeschaut- denn, im „Winter“ geht man in Afrika eigentlich nicht schwimmen 😉 Da wir aber nicht Afrikaner sonder Europäer sind, hat uns das trotz den etwas milderen Temperaturen (wie bei uns) doch Spass gemacht.

Ich & Vivi mit seinen zwei Jungs T & A plus L & M beim Baden zur "akfrikanischen Winterzeit" ;-)

Ich & Vivi mit seinen zwei Jungs T & A plus L & M beim Baden zur „akfrikanischen Winterzeit“ 😉

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Luxus - auf allen Ebenen: Essen - Trinken - Rauchen - Aussicht - Mobiliar

Luxus – auf allen Ebenen:
Essen – Trinken – Rauchen – Aussicht – Mobiliar

Fotosession am Strand

Fotosession am Strand

 

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Mein erstes Mal: Kubnische Zigarre paffen – muss gelernt sein – dazu gehört standartmässig ein Whyski dazu

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 11_Heute gehen wir aus. Wir sind ich, L & M mit ihrem Cousin Ma*o. Ma*

o ist Rohdi*amanthändler. Wir werden planmässig von seinem Fahrer um 22 Uhr abgeholt, weil er noch am arbeiten ist. Afrikanisch heisst das dann anscheinend „90` später“ 😉 Der Fahrer kommt. Wir holen Ma*o ab und fahren zum „Chill-out-Club“ (Mit M,L und Veronica)
So, wir sind da! In der Zwischenzeit ist auch schon Sonntag 😉
M. hat eine Lounge reservieren lassen. Uns wir den Weg „gewiesen“ und sogleich „aufgetischt“: Chamapagner, Whisky, NRG-Drinks, Wodka, Martini, Fruchtsäfte und jede Menge Eis- in Selbstbedienung! Ich staune nicht schlecht und denke: „Wahrscheinlich ist das `Standart unter Diamantenhändler`“ 😀

(Unerbrechung für eine minder-wichtige Mitteilung: Während wir so am tanzen und chillen sind, mache ich folgende Fund. Ich staune nicht schlecht als ich plötzlich vor meinen Füssen auf dem Dancefloor zwei Pillen entdecke. Ich hebe sie auf, stecke sie weg, um sie später auf der Toilette etwas genauer „unter die Lupe“ zu nehmen. Ich bin interessiert was das ist (deshalb hebe ich die Sache bis morgen auf)…)

Dementsprechend fällt auch die Rechnung aus: 125`000 Kwanzas! Dies entpricht nach dem Banken-Wächselkurs ziemlich genau 1000 Sfr. 😀
M. übernimmt diese- *huch* 😀 !!

Fund der Illegalen Substanz ;) Diese wurde von mir zermalmt und entsorgt ;)

Fund der Illegalen Substanz B-)
Diese wurde sobald von mir zermalmt und entsorgt 😉

 

Tag10_Luanda (Hauptstadt von Anogla) ist ja eigentlich nicht wirklich gefährlich; oder sagen wir jedenfalls nicht wegen Kriminalität. Allerdings kam es heute zu einem einschneidenden Erlebnis (wortwörtlich zu verstehen!)…

Das ging folgender massen: Ich ging dem Bürgersteig entlang. Da ich immer wiedermal Gelegentheiten erkenne, wo ich mich als Gentleman üben kann, versuchte ich ein „elegantes Ausweichmanöver“ zu tätigen, als zwei junge Frauen über die Strasse auf meine Bürgersteigseite kamen. Dummerweise war da eine Pfütze; also machte ich anstatt ein kleiner elgeganter Schritt zur Seit, einen etwas hastigeren Schritt zur Seite; schlisslich wollte ich trotz meiner Gentelman-Gestik nicht nasse Füsse kriegen. Diese blieben dann auch trocken… Wären die Folgen allerdings absehbar gewesen, hätte ich jene Variante, mit nassen Füssen, bestimmt vorgezogen.
Denn- ich lief geradeweg in eine Art Stachendrahtzaun-auf Kopfhöhe!! Das hätte schwer ins Auge gehen können! Danke Jesus für die Bewahrung!!

 

„Stacheldrahtzaun“ vorbildlich montiert 😉 Hier auf Viktors Grundstück(-mauern).

 

Eigentlich werden diese Zäune vielerorts standartmässig auf Mauern montiert; aus (k)einem Grund war dieser jedoch nicht mehr dort wo er hingehörte, sondern hing etwas herunter- eben, gerade so auf Kopfhöhe. Und weil ich mich mit den Augen auf die Pfütze konzentrierte…- ist es eben halt so gekommen…

 

Das hätte ins Auge gehen können! Danke Jesus für die Bewahrung! „Kriegsverletzung“ vom 1. August –  war ja nur ein ganz klein wenig peinlich:-/

 

Ich hab mich dann „tapfer und unbeirrt“, aber trotzdem blutend, weiter gekämpft durch den Städtejungle 😉 – denn, ich hatte, nebst der Pfütze;-), ein klares weiteres Ziel vor Augen: Den Mobil-Shop!! Und dann hatte ich es geschaft: Eine halbe Stunde später, nach dem ich ein paar fragende Blicke über mich ergehen lassen musste, hatte ich mein Tagesziel erreicht: Jupii! Ich bin stolzer SIM-Karten-Besitzer einer anoglanischen Mobiltelefongesellschaft!

 

 

5 GB Internetnutzung, welche ich insbesondere zum Fotos hochladen für den Blog + für mein Navi benötige, umgerechnet ca 45 Sfr!!

5 GB Internetnutzung (welche ich insbesondere zum Fotos hochladen für den Blog + für mein Navi benötige) kostete umgerechnet ca 45 Sfr!!

 

Tag 9_ Heute Abend waren wir auf der CH-Botschaft in Luanda um den 1. August zu Feiern. Da haben wir eine gutes „Apero“ genossen- ein riesen Buffet- auf „Kosten des Hauses“. Da waren viel Vertreter der Politik (diverse Botschafter anderer Länder) und ein paar wenige Touristen (eigentlich ware wir die einzigen- so wie es mir schien). Alle anderen Schweizer waren Geschäftsmänner, die wegen ihres „Buisness“ hier in Angola sind. Ich lerne Herr Turnhofer kennen. Er ist Abgeordneter für ca. 3 Jahre und 2. Sekretär der CH-Botschaft. Seine Aufgabe ist es, angolanische Gelder die vor Jahren in Genf blockiert wurden, kontolliert in Bildung zu investieren. Diese Gelder wurdem damals wegen Geldwäscherei blockiert und nun unter ganz bestimmten Bedingungen eben wieder frei gegeben. Interessant war auch, dass Herr Turnhofer aus dem selben Ort wie mein Vater kommt und in etwa den selben Jahrgang hat, und- er wusste wer mein Grossvater war ? Coooool!!!
Nach dem Apero gingen wir noch in eine Cocktailbar mit Alex (Schweizer-Buisnessman_Handelt mit Blumen, Nilsen (wuchs im Entlebuch auf und wohnt wieder in Angola. Sie ist Co-Pilotion), M. L. J. Lil

 

Tag 8_Heute feiert Vivi Geburtstag =D
Im Verlauf des Tages werden haufenweise Materialen herbei gebracht (bei „uns Zuhause“). Tische, Stüchle, Rechauds, kartonweise Wein, uvm. Das Volumen der anglieferten Sachen lässt erahnen, dass Vivis „bescheidene Geburtstagparty“ doch ein wenig ausgefallener, grösser wird als das es klingt. Die Zeit wird auf 18 Uhr angesagt (Nachtessen). Kommen tun die meisten Leute eigentlich dann erst 21:30 Uhr-typisch 🙂
Es wird gefeiert, getanz, gegessen, gelacht und geredet bis …zu jenem Zeitpunkt, wo die Müdig über die Feierlust überwiegt. Die meisten waren dann um ca. 2 Uhr gegangen, die Musik verstummt dann schätzungsweise um 3 Uhr- ich schon seelenruhig am Schlafen.

Tag 7_

Tag 6_Kurznotizen aus meinem Tagebuch:
– Viele Taxibusse (blau-weiss)
– Viele, sehr viele, kleine Banken entlang den Haupstrassen
– Geschäftig
– Polizei-Verkehrskontrollen
– Gefährlicher Verkehr (Motorradfahrer mit wenig bis kein Schutz)
– Alle scheinen ein Tagesgeschäft zu haben (geschäftig-aufstrebend)
– Teuer!!!
– 7 Tagewoche
– einige grosse Kirchen

Tag 5_Heute besuchen wir einen speziellen Markt. Hier findet man nebst Holzschnitzereien vorallem auch viele bunte Stoffe. Unsere Ladys wollen sich ein Kleid nähnen lassen und wollen dazu einen passenden Stoff kaufen…

Tag 4_Chill out Day

Tag 3_“Tag der Hochzeit“_Da die Zeit am Morgen zu knapp war um vor der zivilen Trauung noch Schuhe kaufen zu gehen, fanden wir eine Alternative: Schuhe von M. Sie hatte zweierlei paar Schuhe dabei (zweifelsfrei ist das weit untertrieben!) und so konnte sie mir die ihren, schwarze Lackschuhe geben. Das sah dann… nennen wirs mal „nicht all zu auffällig“ aus und so ging es dann um die Mittagszeit zur zivilen Trauung. Die Zeremonie war (vermutlich) etwa in der Art und Weise wie in der Schweiz (ich war noch niemals bei einer solchen dabei) ausser das sie in einem gediegnen Hotel „outdoor“ statt fand.
Zum Anschluss gab es dann Champagner, Apero und Kuchen. Die Fest-Gemeinde war im kleinerem, bescheidenen Stil.

Die Festtorte, der Anschnitt, das Anstossen mit Champagner

Die Festtorte, der Anschnitt, das Anstossen mit Champagner

Das Hochzeitspaar

Das Hochzeitspaar

Das ganze ging dann ziemlich schnell vorüber und so fanden wir doch noch ein paar Stunden Zeit um uns vollumfänglich auf das grosse Fest vor zu bereiten!

L. musste noch zum Flughafen eilen um ihre Koffer noch ab zu holen, welche bei ihrer Ankuft, Tag zuvor, den Weg bis Luanda nicht geschaft hatte :-/
Sowas ist ärgerlich, aber iregendwie findet auch eine hüsche Frau eine Lösung für eine solche Lage.

Also nicht nur ich mit „M`s“ Schuhe habe mich unauffällig machen können, sondern auch L. hat die Sache gut hinbekommen (für die zivile Hochzeit).

Und schlussendlich waren wir am Abend alle passend gekleidet- „so wie es sich gehört“- zu einer Hochzeit dieser Art 😀

 

Blumen-Tischdeko bei der Ziviltrauung

Blumen-Tischdeko bei der Ziviltrauung

Vivi`s „Driver“ chauffiert mich alsdann durch die Strassen von Luanda um Schuhe zu kaufen. Da gestern die Festliche Garderobe dann doch etwas exklusiver ausfiel (bei ca 450 USD!!!),

entschieden wir uns bei den Schuhen doch etwas bescheidener zu sein und etwas für ca. 70 USD zu kaufen anstatt für weitere 250 😉

 

Der Brautstraus

Der Braustrauss

Das Grosse Hochzeitsfest am Abend:

Frische Fische

Frische Fische

Ich schätze es waren diesen Abend bis 200 Gäste anwesend. Alles war gediegen schön, festlich und weiträumig dekoriert. Da gab es riesige runde Tische von bis zu 12 Personen pro Tisch. Des weitern waren die Stüchle wie auch die Tische wunderschön dekoriert. Es gab ein rieeesiges Essensbuffet mit allerlei Köstlichkeiten: Weis garnicht wo ich anfangen soll, am besten ihr schaut euch die Fotos etwas an 🙂

Ein kleiner Teil des Dessertbuffets

Ein kleiner Teil des Dessertbuffets

 

Blumendeko bei der Hochzeit

Blumendeko zum Eingang des Festgeländes

Blumendeko zum Eingang des Festgeländes

Und so nahm das Fest seinen Verlauf: Gediegenes Essen, Festansprache (wo Vivi sich hoch erfreut über unsere Freundschaft äusserte), Tanzen wieder Essen (Mitternachts-BBQ!), Tanzen, Dessert,…
Irgendwann war ich sooo müde (die vorherigen zwei Nächte waren auch eher etwas kürzer ausgefallen), so das ich mich in der Lounge auf ein Sofa legte und so „einige Minuten“ Powernap machte…
Und so wie alle anderen Fester (bisher) auch, ging auch dieses zu Ende- irgendwann „in der Morgendämmerung“ 😀
Das war eine sehr gediegene, schöne, unterhaltsame, feine, interessante, nicht-bescheidene und ehrenhaft Hochzeit gewesen!!

Tag 2_…wir landen in Dubai. Ich geniesse einen kurzen Aufenthalt und fliege dann weiter nach Luanda (welche die Hauptstatt von Angola ist)…Als ich hier ankomme ist es angenehm warm Drausen (geschätze 22 Crad Celsius). Aus dem Flughafen heraus… bieten mir sogleich einige Taxis auf ein bisschen bedrängende Art ihre Dienste an. Ich wimmle die ersten zwei, drei ab, bis sich mich dann einer ganz ruhig und gelassen anspricht und nach meinen Wünschen erkundigt (SIM-Karte? Geldwächsel? usw.) Dieser bringt mich dann (Er und der Taxichauffure=Team) zu Vivis Getränkemarkt. Ich frage Vivi am Telefon noch was ich den Jungs bezahlen solle für die Fahrt, worauf er antwortet: Diese sollen zu ihm kommen (im Geschäft) er würde das regeln (ansonsten würden sie mich „abzocken“) 😉
So kam es und ich stand IHM gegnüber: Vivi. Wir sahen uns vor gut 2 Jahren mal kurz in der Schweiz, hatten damals aber nicht wirklich viel voneinander- das wird jetzt anders sein! *freudenstrahl*
Vivi ist noch in seinem Büro beschäftigt, während dem ich mir ein paar Fotoalben ansehe. Als er seine geschäftlichen Anglegenheiten hinter sich gebracht hatte (er würde die folgenden 7 Tagen nicht mehr hier sein) machten wir uns auf den Weg um noch Schuhe für mich zu kaufen. Es stellte sich heraus, dass die Hochzeit bereits morgen Freitag ist, und nicht wie ich dachte am Samstag!
So gingen wir zu einem, sagen wir mal etwas besseren Kleidergeschäft, als mich Vivi auffordert nochmals zum Auto zurück zu gehen um meine Garderobe fürs Hochzeit zu holen, damit wir dementsprechend die Schuhe auswählen können….
Wer mich kennt, der weiss das ich nicht viel überig habe um „gross Geld auszugeben für Kleider“ und ich es für mich nicht als all zu wichtig erscheint, welche Kleidermarke ich trage. Bei Vivi war das anders!! Kurz gesagt: Meine (wohlverstanden- schönsten) Kleider die ich mitnahm zu diesem festlichen Anlass, waren schlicht und einfach zu schlicht- für ihn! „Ok“ denke ich, „dann kaufen wir was Neues, so ganz im Sinne seiner Vorstellungen“ =) …
Nach geraumer Zeit des Anprobierens und Masse-nehmens, verlassen wir das Geschäft. Im meiner Tasche lediglich meine selbst mitgebrachten Kleider- denn, das ganze sollte ja noch massgenschneidert werden!! 🙂
Es ist schon gegen 21: 30 Uhr, als wir dann endlich Zuhause bei Vivi ankamen. Ich bin froh hier zu sein! Ich begrüsse die Kinder von Vivi und dessen (zukünftige) Frau. Hier sei am Rande erwähnt, dass Vivi A. schon länger kennt und sie gemeinsam wohnen- ein bischen anders halt als es meinen „konservativen“ Vorstellungen entspricht.

Tag 1_ Ich treffe pünktlich zwei Stunden vor Abflug am Flughafen Zürich ein. Mein Abflug nach Dubai (wo ich umsteigen werde) ist pünktlich um 22.15 Uhr. Die Flugdauer beträgt ca 6,5 Std.

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Vorbereitungen für Angola:

Einkaufen: Moskitonetz, „Anti-brumm“ Insektenspray, Tabletten (Malariaprophylaxe, Antibiotika, Medikament gegen Durchfall), feuchte Plegetücher, ein Tablet (zum skypen, mailen, bloggen, Foto verwalten, „drop-boxen“)

Impfungen: Ich informiere mich bei meiner KK und beim Tropenistitut über notwendige Impfungen und sonstigen Prophylaxen von möglichen Erkrankungen in Malariagebieten. Ich lasse mich im KSA impfen: Priorix MMR/ROR; Poliorix IPV; Rabipur-Tollwut (3fach); Gelbfieber; Malaria (als „Schluckimpfung“ für unterwegs- 1 x wöchentlich)
Visum: -> Die Leidens- und Geduldsprüfungsgeschichte dazu: Ca.70 Tage vor geplantem Abflug (fortan vgA)_Ich bekommen drei Dokumente von Vivi aus Afrika zugemailt-> Darin enthalten sind Einladung zur Hochzeit inkl. der Namen der CH-Gäst (mit jeweiliger Pass-Nr. dazu) und Vivis Passnummer. Zwei weitere gestempelte Dokumente wofür V. bereits Gebühren in Angola entrichten musste.

Da ich laut Erfahrungsberichten von afrikareisenden Freunden weiß, dass ein Visum beantragen schwierig bis sehr schwierig werden kann, dachte ich: „Ich bezahle ich gerne 120 Franken mehr und lass das mal die Profis machen, dann hab` ich kein Stress und die Sache wird rechtzeitig erledigt sein.“- dachte ich!!

30 Tage vgA_Ich gebe den Auftrag der Visabeantragung dem Reisebüro, welche das ebenfalls wieder weiterdelegierte an einer Firma, welche nichts anderes macht als „nur“ Visa beantragen. Ich reichte alle geforderten Dokumente rechtzeitig ein (Ich hatte schon gehört dass Personen Komplikationen bekamen weil sie dies „zu früh“ in die Wege leiten wollten- daher erst jetzt meine Auftragserteilung).

24 Tage vgA_Ich erhalte eine Mitteilung der Firma: Die Angaben zu den Unterlagen wären auf der Homepage der Botschaft nicht aktuell; sie müssten eine Reservationsbestätigung des Hotels noch zustellen

Umgehend: Ich erkläre, via Reisebüro, dass ich keine hätte, da ich privat bei meinen Freunden logiere.

Tage später die Antwort: Sie bräuchten zwingend eine schriftliche Einladung- des Gastgebers!

18 Tage vgA_Ich informiere meinen Gastgeber über die Situation. Dieser sagt: ich solle die Sache selber in die Hand nehmen und die Unterlagen selber zustellen- es brauche diese „zusätzlichen Angaben“ nicht!

Nach zwei, drei Tagen (des unnötigen Überlegens!- da ER mir die Einladung nicht zustellte) entscheide „ich“ mich (gezwungenermaßen) dem Tipp Folge zu leisten. Ich veranlasse dass sämtliche Unterlagen eingeschrieben an mich retourniert werden.

15 Tage vgA: Ich erhalte (zu Beginn meines Zivilschutz-WKs) die Unterlagen umgehend zugesandt- doch in Lungern (WK-Ort) bin ich vorerst „blockiert“ Ich kann die folgenden 5 Tage nichts unternehmen, da ich für die nächsten Schritte Familie L. in Basel besuchen muss. Ich komme am Samstag am späteren Nachmittag vom WK nach Hause. Ich muss kurze Zeit ausspannen; dann folge ich wie geplant der Einladung zu einem Hochzeitsessen von Freunden…

Noch 11 Tage vgA (ich habe meinen Flug noch nicht gebucht. Inzwischen ist meine Reservation abgelaufen. Ich riskiere, dass ich mehr bezahlen muss als der damals günstig offerierte Preis. Ich „chills“. Also- Ich fahre nach kurzer Nacht am Sonntagmorgen früh nach Basel. J.L. hilft mir das Formular (die Verständigung war SEHR harzig, da er gebürtiger Angolaner ist und einige spezifische Worte nicht versteht…) mit den Namen seiner Familie zu ergänzen und definieren unsere Beziehung zueinander als „Verwandt“- Da geriet ich mit meinem Gewissen in Konflikt; dieses dann aber mit einer „selbstbetrügenden- selbstbefriedigenden“ Antwort in die Schranken weise mit: „Das macht man da so!!!!“ Wir müssen jetzt dringen die gebühr einzahlen, Die Quittung dem Formular beilegen und das ganze EXPRESS abschicken (inkl. beigelegtem Rückantworte-Couvert an mich!). Nun, am Sonntag Einzahlungen machen – ist in Basel am Bahnhof möglich- wiederstrebt mir zum Zweiten (gegen meine „religiösen“ Glaubensprinzipien), ABER ich steck es weg *schluck*.
Ok- bereit? Nächste Hürde: Es ist inzwischen kurz vor zwölf (in echt- auf der Uhr). Es kommt mir aber vor als wäre „der Zug abgefahren“ (also „fünf-nach-zwölf“). Ich verliere „langsam“ die Geduld und lasse mich gehen mit den üblen Gedanken „dann geh` ich halt eben nicht nach Afrika“… DOCH- Ich kämpfe weiter- bis zum bitteren(?) Ende.
Wir stehen vor der Post: Öffnungszeit ist aber erst um 14:30 Uhr. Ich sage J., ich werde warten- ich habe Zeit. So verabschieden wir uns: „Bis bald in Angola.“ Ich warte. Ich warte eine Stunde, und ich warte eine weitere Stunde- VERGEBENS! Auf der Post sagt man mir, dass die Angaben auf dem selbst ausgefüllten(Blanco-)Einzahlungsschein nicht ausreichend sind. Mir fehlt eine Zahl. Ich gehe nach Hause und denke- auf den einen Tag kommt es wohl aucht nicht mehr drauf an. („Diese Zahlt“ konnte ich nicht telefonisch in Erfahrung bringen)

Noch 10 Tage vgA_Ich mache die Einzahlung-jetzt komplett mit allen Zahlen 😉

Darin Enthalten: Kopie von WHO-Impfausweis (Amtl. Bestätigung der Gelbfieberimpfung – ohne diese niemand nach Angola einreisen kann), 2 Passfotos, Pass, Flugreservierung, Lohnausweise von den vergangenen drei Monaten, Einladung zur Hochzeit inkl. alller darin aufgeführten Gäste der CH und deren Passnummern.

Noch 9 Tage_Die Zeit drängt! In neun Tagen will ich abfliegen. Ich informiere mich über aktuelle Flüge. Finde. Reserviere zum selben Preis (SDG!) Ich bete und frage ob das mit dem Visum zeitlich aufgeht. Ich habe zu wenig glauben. Ich buche nicht. Ich will auf Nummer sicher gehen. Ich bete um Vergebung weil ich ANDERS KRASS verärgert war über die Angolanische Botschaft in Bern!

Noch 2 Tage vgA_Ich rufe auf der Botschaft an. Ihre Antwort: Sie können mir zum jetztigen Zeitpunkt keine Auskunft geben. Sie warten auf Antwort von Angola. Ich soll morgen nochmals anrufen.

Ich beginne zu rechnene und bin entspannt- denn, die Hochzeit von Vivi ist ja erst in 11 Tagen. Irgendwie bin ich plötzlich Froh für die zurätzliche Zeit die mir Bleibt Zuhause. Meine Traktandenliste ist unendlich lange (scheint mir)

Darauf stehen: div. Besuche, zu erledignene Einkäufe, Aufgaben abdelegieren (Anrufe, Mails, usw.), ein Grossteil meines Inventars verschenken, Waschen, Wohnung fertig putzen und zur Abgabe vorebreiten (löse meinen Haushalt und die WG auf-> Habe andere Pläne für 2016…), Geldschulden begleichen, Einzahlungen machen, uvm.
usw.

Noch 1 Tag vgA morgens_Ich rufe erneut auf der Botschaft an. Ihre Antwort: Sie können mir zum jetztigen Zeitpunkt keine Auskunft geben. Ich soll morgen nochmals anrufen

nachmittag!!!_ DIE BOTSCHAFT RUFT MICH AN!!! Ich verstehe kein Wort portugisisch (Angola-> ehem. port. Kolonie). Ich frage auf englisch ob niemand da wäre, welche Deutsch sprechen. Ich schaffe es so knapp mit Verstehen, dass ich morgen nochmals anrufen soll!

Ich denke ok- das machen wir so- was bleibt mir anderes übrig 😉

Plötzlich der Gedanke: Riccardo (mein aktueller WG-Kollege der gerade eben auszieht) spricht ja Portugisisch- weil Brasilianer 😀 *freu*

Also, Riccardo ruft an und erklärt mir, dass sie mir das Visum zwar ausstellen, mir aber nicht zusenden werden da ich mein Rückantwortcouvert nicht frankiert habe!!

Am Tag des ursprünglich geplanten Abluges_ Ich nehme mein Visum glücklich mit einem Lächeln auf der Angolanischen Botschaft in Bern entgegen :D. Es ist 10:30 Uhr morgens.
Hätte ich Gott voll vertraut, so könnte ich heute um 22:15 Uhr von Zürich abfliegen….

 

 

1 Comments

  1. Lieber Verfasser und langjähriger Freund,
    Das ist ja unglaublich was du als gelernter Schreiner da an Schreibarbeit auf dich genommen hast. Wow! Herzlichen Dank und es vergält’s Gott! Schalom

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